Caesar & Flocki


Wir kamen in die Gemeinschaft der Zweibeiner sahen und siegten!
Ein großes Werk haben wir vollbracht. Sie dienen, lieben und vergöttern uns.

Lauschangriff:
Flocki: Also eigentlich war ich die Erste.
Bin als Einzelwelpe geboren. Die ganze Welt drehte sich allein um mich. Meine Mutter
Mietzi, meine Katzentanten, Kateronkel da draußen in der Freiheit und natürlich die
Zweibeiner - sie alle liebten mich. Man sagte ich sei eine Glückskatze, weil mein Fell
dreifarbig ist. Aber ein halbes Jahr später kam er...
Caesar: Ich weiß gar nicht was meine große Schwester hat. Bin als Katerchen in einem Sechserwurf
zur Welt gekommen. Und ich war der Süsseste, Niedlichste und Liebenswerteste! Leider
haben 4 meiner Wurfgeschwister die ersten 8 Wochen nicht überlebt. Ich habe noch eine
Schwester Pandi. Sie ist schon sehr jung von hier fortgegangen. Es heißt sie wohne im
Nachbardorf. Auch egal, denn ich bin das Zentrum, die Sonne, der alleinig Geliebte. Nicht
umsonst ist mein Name Caesar. Ich herrsche und regiere!
Flocki: Genau das ist ja mein Problem. Er unterdrückt mich!
Wo er schläft, darf ich nicht sein. Will er mit den Menschen schmusen, muss ich das
Zimmer verlassen. Ich darf nur fressen was er mir übrig lässt. Mein einzig Glück ist meine
Freiheit. Stundenlang tobe ich mich im Vorgarten aus. Ich bin eine gute Jägerin. Irgendein
Mensch aus dem Nachbarrevier hat meiner Sklavin mal erzählt, dass ich in einer Stunde 5
Mäuse fange. Kann schon sein. Wenn ich im Blutrausch bin zähle ich doch nicht die Opfer.
Caesar: Darum beneide ich sie. Ich darf nur unter Aufsicht in den Garten. Als junger Kater habe ich
eine schlimme Kriegsverletzung davongetragen. Man musste mir die linke Vorderpfote
amputieren. Seit dem haben die überängstlichen Menschen Angst, dass mir nocheinmal
etwas passieren könnte. Oh wie gern würde ich wieder durch die Felder streifen und die
Nachbarkater tyrannisieren, Mäuse jagen und probieren welches Futter man in anderen
Häusern serviert...